Isch, Icke und Ben

Die Tage in Darmstadt sollten erholsam werden. Aber es läuft immer anders, als man es plant. Zehn Tage war ich in Darmstadt ehe ich mit meinen Eltern für eine Nacht nach Berlin gefahren bin. Die Nacht später war dann der Tag. Freitag, der 23. November 2007. Die Ehrung im Bundesinnenministerium war super und ziemlich aufregend. Direkt danach nach Berlin-Schönefeld (Flughafen) um dort den Flieger um 22:00 zu nehmen, damit ich um 01:50 in Istanbul lande. Istanbul – der Anflug bei Nacht war nicht so spektakulär wie beim letzten Mal.

Jedenfalls: Flieger landet, Passkontrolle, Gepäck, Taxi, Campus, Bett. Bett? Nein. Ich bekomme einen Anruf, wo ich denn stecke?

Anna und Teyfik waren zum Flughafen gefahren um mich überraschend abzuholen. Aber die Überraschung ist leider erst wieder auf dem Campus gelungen, da wir uns am Flughafen irgendwie verpasst hatten. Aber naja, ich habe mich sehr gefreut. Der Wille zählt!

Dann erstmal lange geschlafen. Dann wieder aufgewacht und zu Johanna zum Kochen und Filmgucken gefahren. Auf der anderen Seite der Stadt war für den Abend noch Katerinas Namenstag-Party geplant und zack: waren wir dann da, wo wir viele interessante Menschen kennenlernen. Jetzt bin ich eben wieder aufgewacht. Valentin erwartet mich für sein Kurzfilm-Shooting um 14:45. Er studiert Regie und ich hatte ihm mal irgendwie zugesagt, angeblich.

Liebe Grüße von hier. Ich bin heil angekommen. Euer Omar.

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In Darmstadt

Hallo. In Darmstadt

liegt Schnee

und Franz Müntefering tritt zurück, und raucht:

10. November – 09:05 – Ein Land steht still.

Atatürk stirbt am 10. November 1938. Zum 69. Mal jährte sich sein Todestag gestern. Grund für Aylin und mich nach Ankara zu fahren, um die Zeremonie mitzuerleben. Mit dem Nachtzug von Haydarpasa um 22:30 los sind wir um 08:04 in Ankara angekommen. Die nächsten 61 Minuten waren wir damit beschäftigt, Anitkabir (das Mausoleum) zu finden. Taxifahrt. Polizeisperre vor dem Masoleum. Nur Militär hat Einlass.

Dann, Sirenen. Nur Sirenen. Ein Land steht still und gedenkt dem Vater der Türken, der auf die Minute genau vor 69 Jahren verstarb. Danach die Nationalhymne. Wenn man Türke ist, ist man stolz darauf – so wollte es Atatürk und so war es auch zu verspüren, in der Hauptstadt der Türkei.

Ankara an sich ist – bis auf das bürokratische Flair – ziemlich unspektakulär. Das erste Parlament (TBMM = Türkiye Büyük Millet Meclisi) haben wir uns auch angesehen und waren erstaunt, wie klein Atatürk (zumindest die ihn darstellende Wachsfigur) tatsächlich war. Der Tag war schön, und anstrengend zugleich – und am Ende: wieder der obligatorische Regen, sodass wir dann nass im Zug saßen.

Topnews bzw. heute: Definition des Tages:

Der Sydney-Canberra-Effekt: Man spricht von diesem sogenannten Effekt, wenn man von einer Weltmetropole in die offizielle Hauptstadt fährt und einem der Mund (im negativen Sinne) offen stehen bleibt.

End 8)

Wie, schon November?

Ruckzuck war er da: der November. Schneller als ich gedacht hatte vergeht die Zeit hier – wie im Flug. Schon knapp zwei Monate hier. Unglaublich. Das ist also der erste Eintrag im Istanblog für November, der lange auf sich hat warten lassen. Die ersten Midterm-Exams sind geschrieben, zwei in Folge. Ziemlich effektiv dieses System, denke ich. Normalerweise ärgert man sich ja am Ende des Semesters, weil der Inhalt ja doch „ziemlich interessant“ war und man dennoch nichts gemacht hat. Hier ist das anders. Man realisiert, dann lernt man für das Midterm – und die Woche drauf geht es weiter!

Evren und Thuran waren hier zu Besuch. Das sind zwei Freunde von meinem Bruder, die er in seinem Austauschjahr in Lyon kennengelernt hat. Waren zusammen Essen, und haben dann das Derby-Fußballspiel: Fenerbahce – Besiktas angesehen. Überrascht waren die beiden von der reißerischen Atmosphäre und der westernisierten Jugend Istanbuls. Danach mit Anna und Caro was trinken gewesen, in einem netten Café namens Urban. Ein Traum.

Ein Link von Evrens Fotoalbum:
http://picasaweb.google.fr/evren.bulut/071031_1104IstanbulTurhanEvren?authkey=PijR8RSL-jU

TOPNEWS

 

Fenerbahce : Besiktas

2:1

Fenerbahce : PSV Einhoven    

2:0

Besiktas : FC Liverpool        

0:8

Bedük ist on fire. Haben uns letzte Woche das Konzert von Bedük angeguckt. Ist so als würden die Mousse T. an die Uni holen, damit der vor 500 Kindern Musik macht. Aber was schön. Danach natürlich der obligatorische Regen.

Das ist Bedük, mit seinem „Tophit“: My woman, den er als ersten und als letzen Song perfomt hat:

Sonst, alles beim alten, nur immer netter.
Jetzt muss ich aber los, zum Bahnhof Haydarpasa, weil es heute nacht nach Ankara geht. Morgen nämlich, die Zeremonie für Atatürks Todestag. Das muss man sich an seinem Mausoleum ansehen …und Montag um 03:35 a.m. geht’s nach Frankfurt, also nach Darmstadt. Bye!

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