Happy Birthday, Turkey.

Heute hat die Türkei Geburtstag. 84 Jahre alt ist die Republik geworden. Grund genug mich heute früh um 06:00 aus dem Bett zu rappeln um den Tag mal zu erleben. Im Bus um 06:45 saß ich mit zwei anderen Leuten, die wohl auch nichts Besseres zu tun hatten. Als ich dann um 07:30 am Taksim Square angekommen bin war ich erstmal enttäuscht, dass nichts los war. Die ganze Stadt schien wohl noch zu schlafen. Nach einer Runde Retro-Straßenbahn (Tünel) bin ich dann frühstücken gegangen. Die paar Fotos, die ich bis dahin aufgenommen hatte, waren auch total die Pleite.

Hier, drei Beispiele:

Ein Mann verkauft Taubenfutter. Ich gebe ihm eine Münze, damit er sich freut. Die Freude war so groß, dass er mit dem Futter nach mir zu werfen begann. Die Tauben haben das natürlich gesehen.

Auf einmal sehe ich eine riesen Gruppe uniformierter Schüler an mir vorbeirennen, in einen Bus reinhüpfen. Schnappe mir sofort den Lehrer und frage ihn, wohin die Reise geht. Eine Militärparade zum Nationalfeiertag. Wo? Steig ein! Im Bus kickt der Lehrer einen seiner Schüler vom Stuhl damit ich mich setzen kann. Die Kids sind echt cool, alle um die 14 Jahre alt. Yusef, der Schulsprecher haut alle seine englischen Vokabeln raus und Neslihan fragt drei Mal nach meinem Namen. 10 Minuten Fahrt später sind wir da, in der Straße der Republik. Während sich die Kids schon zum Mitmarschieren formieren, bedanke ich mich beim Lehrer und ziehe weiter, beobachtet von Militär und Polizei.

In Hintergrund (links), die Kids, in Formation.

Eine Stunde später sollte es losgehen. Solange flaniere ich über die Straßen und sehe nur noch rot.

Lautes Treiben. Dann, Ruhe: Eine Ansprache und ein Gedicht. Dann wieder alles laut. Dann: Nationalhymne. Von einer Sekunde zur anderen verstummt alles, und jeder singt mit. Extreme-Gänsehauting. Ich bin gerührt von diesem Volk. Danach: Alles was Rang und Namen hat und in Amt und Würden ist, war da. Alle anderen, ohne die es nur halb so schön gewesen wäre, waren auch da.

Hier, ein paar Eindrücke davon:

Gegen 13:00 Uhr war das Spektakel dann beendet. Bin dann wieder zurück zum Taksim Square und hab die Zeit bis 15:00 irgendwie mit schönen Dingen wie Café und Shopping überbrückt. Mitten auf der Einkaufsstraße kreischen dann 4 Mädels meinen Namen: die kleinen Mädels aus dem Bus, total aus dem Häuschen.

Das war ein schöner Tag: Happy Birthday, Turkey!

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Studentenausweis

Man lebt halt einfach so vor sich hin

Hello again. Lange ist es her, dass ich hier was gepostet habe. Langsam beginnen sich die Prophezeiungen der Langeingesessenen in Wahrheiten umzuwandeln. Nach den ersten drei Wochen siehst Du niemanden mehr auf dem Campus. Die verschanzen sich dann auf ihren Zimmern und widmen sich ihrem besten Freund, dem Laptop. In der Tat sieht man die vielen Leute nur zum Essen oder so Fußballspielen, neudeutsch: Public viewings. Die Championsleague läuft gerade und die drei großen Istanbuler Teams mischen auf Europäischer Ebene mit, sorgen teilweise sogar für große Überraschungen.

Ansonsten, der Unterricht ist immernoch erstklassig. Bis auf, dass einem hier viel abverlangt wird. Neben den Pop-Up-Quizzes stehen für nächste Woche noch Midterm-Exams an. Nebenher habe ich noch einen türkisch Kurs, jeden Freitag Nachmittag. Um die ganzen Kinder hier bei Laune zu halten, gibt es eine grooooße Anzahl an Student-Clubs. Ich mache in zwei Clubs mit: Photo-Club und Tango-Club. Tango, weil ich es noch nicht kann. Für den Photo-Club habe ich gerade DAS Projekt am laufen: Einen Sabanci-Kalender für 2008. Nichts mit Model und Schickimickie, sondern einen Kalender mit 12 Statements, die ich mir mit meinem Team im Moment ausklügele. Das wird was!

Es grüßt Euch in die Heimat, Euer Euch vermissender…..Omar.

Bis auf den Jahrhundertregen…

Ramadan ist rum. Ich hatte Besuch zum Fastenbrechenfest. Von Freitag früh bis Dienstag früh waren Jasser, Hamude, Basem und Abir in Istanbul. Hier, ein paar kleine Eindrücke vom Städtetrip:

Mein Bruder hat sich von George Clooney die Zukunft aus dem Kaffee-Satz lesen lassen.

Besuch aus der Heimat

Vor ca. 5 Wochen habe ich Max M. im 603qm (Darmstadt) getroffen und ihm von meinem Auslandssemester erzählt. Gestern hat er mir geschrieben, dass er mit seinem Vater gerade hier ist, für 5 Tage, bis Samstag noch. Haben uns dann verabredet und waren einen türkischen Kaffee trinken, also die beiden zumindest. Sehr nett, was die beiden so erzählt haben. Einige Insiderinfos (meinerseits) später haben wir uns dann leider wieder verabschiedet. Wir sehen uns in Darmstadt!

Heute Nacht kommt mein Brüderchen zu Besuch. Er kommt, weil Ramadan hier schon einen Tag früher fertig ist, sagt er. Zwei seiner Freunde kommen dann am Samstag nach. Ich habe das Wochenende schon komplett durchgeplant. Wird hart, aber schön, wenn alles läuft, wie ich es mir vorstelle. Wir werden im Hotel Antik in Sultanahmet unterkommen, mitten in der Old-City. Bilder gibt’s dann am Montag spätestens! Jetzt packe ich mal meine Koffer und hole Jasser vom Flughafen ab. Bye.

Bürokratie à la Turka

Voll peinlich. Bin heute Morgen wieder mit den Jungs zum Frühstück, war aber zu faul mich umzuziehen, vom Pyjama in normale Klamotten. Sind eh nie so viele da, um 04:00 morgens. Ja, klar. Normalerweise. In meinem schicken blaukarierten Pyjama war ich halt in der halbvollen Mensa, oh Mann.

Als wäre das nicht genug. Für 09:00 war die Fahrt zur Police Station geplant, weil die Behörden unsere Gesichter mit dem Passfoto für die Aufenthaltsgenehmigung vergleichen wollten. Natürlich verschlafe ich, da total übermüdet, und werde um 09:05 durch einen Anruf geweckt. 3 Minuten später stand ich am Bus, zwar nicht tip top, aber mit FlipFlops, immerhin.

Im Vorfeld dieser Reise hatten mir 10 Leute den Artikel aus dem SPIEGEL geschickt: „Bürokratie à la Turka“, der von einer ERAMUS Studentin handelt, die sich durch den türkischen Bürokratiejungle boxen musste und von ihren Erfahrungen berichtet. Ich wollte partout nicht voreingenommen an die Sache rangehen, aber die Kombination aus 35 ERASMUS-Menschen, die kein Türkisch sprechen und einem Guide, der kein Englisch kann, hat uns alle auf die Probe gestellt. 12:00: Mittagspause. Schalter zu. Keine Chance. 13:00 weiter. Ein paar Grundsatzdiskussionen später waren wir durch, der Bus kam dann auch irgendwann, zack: wieder in Sicherheit.

Aus dem SPIEGEL: Bürokratie à la Turka
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,495964,00.html

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